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Griechisch

Unterrichtende Lehrer*innen:

Leif Berling, Dr. Aristippos Blanas, Dr. Wolfgang Kittlick, Dr. Anna Vazaki
Vorsitz: Dr. Wolfgang Kittlick

 

„Wir sind alle Griechen“

Der englische Dichter P. B. Shelley (1792 - 1822) will damit sagen, wie stark die europäische Kultur von der griechischen Kultur der Antike geprägt ist. In der Tat ist die europäische Kultur seit der Zeit des Humanismus von der griechischen Kultur der Antike maßgeblich beeinflusst.
Das Erlernen des Griechischen nahm in dieser Zeit eine zentrale Stelle ein. Das Ziel war, durch die Beschäftigung mit den griechischen Texten der Antike einen besseren Menschen zu schaffen. Unsere Schule setzt diese lange humanistische Tradition fort und bietet unseren Schülern die Möglichkeit, Griechisch zu lernen. Der heutige Griechischunterricht führt die Schüler in die Grundlagen unserer europäischen Kultur ein, d.h. führt an die Ursprünge von Literatur und Theater, Politik und Demokratie, aber auch Wissenschaft, Philosophie, Kunst und Architektur in Europa heran.

Die Vorteile des Erlernens des Griechischen sind vielfältig und beginnen schon mit den ersten Lektionen: Bereits die erste Beschäftigung mit Wortherkunft, Grammatik und Syntax zeigt den Schülern, wie verwandt die griechische Sprache und ihre Muttersprache sind. Die systematische Arbeit mit Grammatik und syntaktischen Strukturen verbessert und vertieft das grammatikalische Grundwissen und schult auch das Verständnis der Grammatik anderer Sprachen. Die oft spielerische Arbeit auf der Suche nach einer treffsicheren Wiedergabe der griechischen Texte ins Deutsche fördert die sprachliche Kreativität der Schüler und ihre Fähigkeit, sich auch im Deutschen gut auszudrücken.

Die Beschäftigung mit griechischen Texten und deren Interpretation führt die Schüler Schritt für Schritt in die griechische Kultur ein und erweitert somit ihren Bildungshorizont. Sie lernen die griechischen Mythen kennen und ihre vielfältige Reflexion in der Antike und in der neuen Zeit (z. B. im Theater). Sie lernen die ersten Formen der europäischen Literatur (z. B. Epos, Lyrik, Drama) kennen. Ein erster Einblick in die früheste abendländische Philosophie gibt den Schülern Anlass, sich mit grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz und mit den menschlichen Werten auseinanderzusetzen. Logisches Denken und Argumentieren wird dabei geübt. Die Texte der großen Historiker stärken ihr historisches Bewusstsein. Die Jugendlichen können das Entstehen politischer Systeme verfolgen, die demokratischen Werte schätzen lernen, sie werden als Bürger einer demokratischen Gesellschaft politisch sensibilisiert. Die Beschäftigung mit der Originalsprache des Neuen Testaments ist auch für ihr religiöses Selbstverständnis ein Gewinn. Zugleich wird ihnen die wissenschaftliche Terminologie, die größtenteils auf das Griechische zurückgreift, vertraut. Die inhaltlichen Bezüge zu anderen Fächern fördern die Allgemeinbildung.

Die Schüler begegnen nebenbei der griechischen Kunst und Architektur und erkennen ihren nachhaltigen Einfluss über die Jahrhunderte hinweg bis heute. Diese Begegnung wird nicht nur durch Texte und Bilder im Unterricht vermittelt, sondern auch durch verschiedene Projekte und Besuche in Museen und Sonderausstellungen. Einen Höhenpunkt stellt eine Studienfahrt nach Griechenland dar, wo sie die Kulturdenkmäler der Antike an Ort und Stelle besichtigen können.

Die Unterrichtsarbeit im Fach Griechisch und Abschlüsse

Griechisch wird in unserer Schule als 3. Fremdsprache im Wahlpflichtunterricht ab der 9. Jahrgangsstufe bis zum Abitur unterrichtet. Der Unterricht findet meistens in kleinen Gruppen statt.

Als Unterrichtswerk verwenden wir das Lehrbuch „Kairos“ (= der rechte Augenblick). In der Oberstufe werden zudem verschiedene Gattungen der griechischen Literatur unterrichtet (siehe Curriculum Griechisch).

Nach vier Jahren erwerben die Schüler das Graecum. Dieses Zeugnis hat bundesweite Gültigkeit und ist eine Voraussetzung für das Studium einiger Fächer an der Universität.

Auf Fragen antworten gern die Kollegen, die das Fach in der Schule vertreten.

Projekte (Beispiele der letzten Jahre)

  • „Berlin und die Antike“ – Neuhumanismus und Klassizismus in Berlin und Potsdam (2011)
  • „Olympia und die olympischen Spiele – damals und heute“ (2012)