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Philosophie

Unterrichtende Lehrer*innen:

Renate Jungehülsing, Bettina Grothe

Vorsitz: Renate Jungehülsing

 

Philosophie - ein vertieftes Verständnis unserer Kultur

Ziel des Philosophieunterrichts ist ein solides „geisteswissenschaftliches Rüstzeug“. Die Auseinandersetzung mit philosophischen Problemen sowie die Beschäftigung mit Philosophiegeschichte kann zu einem vertieften Verständnis unserer Kultur, wie sie in Literatur, Kunst und Politik zum Ausdruck kommt, beitragen und somit eine Bereicherung auch im Hinblick auf andere Fächer darstellen.

Das Fach Philosophie wird als dreistündiger Grundkurs ab Klasse 11 angeboten. Man kann – wenn es bis zum Abitur als Klausurfach belegt wird – darin ein schriftliches oder mündliches Abitur ablegen. Wie für das Fach Griechisch besteht für Philosophie eine Ausnahmeregelung an unserer Schule hinsichtlich der Kurswahlobergrenze: Besonders interessierte Schülerinnen und Schüler können dieses Fach zusätzlich belegen, wenn sie sich durch ihre schulischen Leistungen insgesamt empfehlen.
Im 11. Jahrgang soll eine Einführung in die grundlegenden Fragen und Problemfelder der Philosophie gegeben werden. In den vier Semestern der Kursphase des 12. und 13. Jahrgangs sieht der Rahmenplan folgende mögliche Themen vor:

1. Sem. „Kann ich mich auf mein Wissen verlassen?“ – philosophische Erkenntnistheorie;
2. Sem. „Nach welchen Normen handle ich?“ – philosophische Ethik;
3. Sem. „Kann es gerechte Herrschaft geben?“ – politische und Geschichtsphilosophie;
4. Sem. „Was ist der Mensch?“ – philosophische Anthropologie.

Hierin soll sich der Philosophieunterricht aber nicht erschöpfen, auch wenn die gemeinsame Lektüre und Diskussion klassischer philosophischer Werke (meist in Auszügen) die Grundlage bilden werden – die philosophische Überlieferung wird neben den Kursteilnehmern unser wichtigster Gesprächspartner sein. Wie das Fach Religion hat auch Philosophie mit der Suche des Menschen nach Sinn zu tun. Philosophie ist hierin aber eher das fragende Fach, das das Nachdenken über das Denken, über unsere Art zu fragen und die Welt anzuschauen zum Gegenstand hat. Zwar wird der Philosophieunterricht keine letztgültige Erklärung der Welt (es sei dahingestellt, ob es derartiges überhaupt geben kann) oder Lebenshilfe bieten können, was aber nicht ausschließt, dass eine Orientierung in existentiellen Fragen des Menschseins, eine Orientierung bei der eigenen Suche nach Sinn, möglich wird. Dabei kann es natürlich nicht um vorgefertigte Konzepte gehen; dies kann nur gelingen, wenn sich jeder Schüler selbst darum bemüht. Somit ist das übergeordnete Ziel des Philosophieunterrichts das Selbst- und Weiterdenken. Jedenfalls soll die Forderung Kants nach einer philosophierenden Philosophiegeschichte stets berücksichtigt werden: Nicht nur werden wir uns die philosophischen Fragestellungen, mit denen sich die Philosophen der verschiedenen Zeiten befasst haben, zur eigenen Beantwortung vorlegen; auch sollen die philosophischen Positionen, mit denen wir uns beschäftigen, nicht einfach nur zur Kenntnis genommen werden, sondern kritisch geprüft und auf unseren heutigen Erfahrungshorizont bezogen und insofern beurteilt werden. In diesem Sinne wird auch Raum für eigenes Philosophieren und eigenes philosophisches Fragen sein. Nach Kant kann man ohnehin „nicht Philosophie lernen, sondern nur zu philosophieren.“ Ob allerdings in den Kursen wirklich philosophiert wird, hängt entscheidend von den Kursteilnehmern ab…

Die darüber hinaus im Philosophieunterricht angestrebte methodische Kompetenz erstreckt sich im Wesentlichen auf folgende Bereiche und Arbeitsformen: