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Leitbild

Das Evangelische Gymnasium lebt in der Tradition und als Glied der Schulgemeinschaft der Hoffbauer-Stiftung und ist Schule aus dem Geist des Evangeliums.

Leben aus dem Geist des Evangeliums heißt:

- Gnade erfahren
  Gottes Gnade ist ein Geschenk. Niemand kann sie verdienen oder erarbeiten. So sehen wir den Menschen: zuerst von Gottes Gnaden beschenkt, danach zu eigenem Tun herausgefordert.
Wir wissen: Nur wer Gutes empfängt und dessen inne wird, kann sich die Forderung zu Eigen machen, selbst Gutes zu tun.
- Freiheit leben
  Das Evangelium ist eine befreiende Botschaft – befreiend von falscher Abhängigkeit oder Bindung und befreiend zu einem Denken und Handeln im Geist der Nächstenliebe.
Wir wissen: Christliche Freiheit schließt Emanzipation ein, ihr Ziel aber bleibt die Hinwendung zum Mitmenschen im Geist der Liebe Jesu Christi. In besonderem Maße muß Schule „Spielraum der Freiheit“ sein.
- Verantwortung übernehmen
  Das Evangelium leitet uns an, Verantwortung zu übernehmen.
Wir wissen: Für alle pädagogische Arbeit ist es das Ziel, Verantwortungsbereitschaft und Verantwortungsfähigkeit des jungen Menschen zu stärken. Als Pädagogen übernehmen wir Verantwortung und lassen uns selbst darin vom Evangelium anleiten.
- Vielfalt gestalten
  Das Evangelium lehrt uns, die Vielfalt menschlicher Individuen zu sehen und zu respektieren.
Wir wissen: Jeder ist anders, aber keiner ist ohne Begabung. Unterschiede gilt es im Frieden auszuhalten und schließlich als Reichtum zu verstehen. Dass nicht jeder alles gleich gut kann, fordert zu einem Zusammenwirken aller nach dem Maß ihrer Kräfte und der übernommenen Verantwortung heraus. In gelebter Vielfalt will der Geist des Evangeliums als einigendes Band erfahrbar werden.

 

Für unsere tägliche Arbeit leiten sich daraus folgende Leitsätze ab:

Erziehung und Bildung erfolgt vom Evangelium her.

Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes und einzigartig.

  Bildung ist eine ganzheitliche Aufgabe, sie schließt Seelsorge ein. Christliche Bildung ist auch Herzensbildung.
  In der Schule gilt es, die Begabungen eines Jeden zu entdecken und zu entwickeln. Leistungen sind wichtig, entscheiden aber nicht über die Würde des Menschen.
  In der Aufnahme der Überlieferung, in der Gestaltung gegenwärtiger Wirklichkeit und in der Erarbeitung verantworteter Zukunftsentwürfe machen wir Gebrauch von der besonderen Gestaltungsfreiheit einer Schule in freier Trägerschaft. Der christliche Glaube bietet uns dabei einen sicheren Orientierungsrahmen in der Vielfalt gegenwärtiger Zukunftsentwürfe.
  Die evangelische Schule pflegt die Vielfalt der Unterrichtsstile und -methoden und versteht sie als ihren Reichtum.

 

Bei der Gestaltung unserer Schulgemeinschaft leiten uns die Aussagen des Evangeliums.

Ein offenes und lebendiges Miteinander von Kollegium, Schülern, Eltern und Schulträger bestimmt unser Schulklima.

  Jeder kann darauf vertrauen, dass seine Beiträge und Leistungen wahrgenommen und anerkannt werden.
  Jeder kann ohne Angst zur Schule kommen.
  Dialog- und Konfliktfähigkeit, Offenheit, Klarheit, Transparenz, Zivilcourage und Verantwortungsbereitschaft sind uns wichtig.
  Das Schulleben ist von dem Bemühen geprägt, die Verantwortung für die Schulgemeinschaft, die freie Entfaltung des Einzelnen und den Respekt vor der Freiheit des Anderen in ihrer Balance zu halten.
  Engagement und Mitverantwortung der Eltern prägen das Schulleben.

 

Wir schaffen Räume und Zeiten für das Evangelium.

Um das Wirken des Evangeliums zu spüren, müssen wir sensibilisiert sein. Das bedarf eigener Räume und Zeiten.

  Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach, Andachten und Gottesdienste gehören als feste Bestandteile zum Schulleben aller.
  Schulgottesdienste sind besondere Zeiten für alle, sie sind Erfahrungs- und Erprobungsräume für die Botschaft von Gottes Gnade.
  Wir nutzen die Chance, unsere Trauer und unsere Freude jederzeit vor Gott bringen zu können.
  Andacht und Besinnung helfen uns, besondere Anforderungen und schwierige Lebenssituationen zu bewältigen.
  In der Gestaltung christlicher Gemeinschaft pflegen wir ökumenische Offenheit.