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Leitbild

Das Evangelische Gymnasium mit Internat Hermannswerder ist eine Schule der Schulgemeinschaft der Hoffbauer-Stiftung. Es steht damit in der Tradition der Stiftung und fühlt sich mit ihrem Bildungsauftrag dem Evangelium verpflichtet.

Das spiegelt sich vor allem in folgenden Leitgedanken wider:

Gnade erfahren
Im Evangelium erfahren wir, dass der Mensch ohne sein Zutun mit Gottes Gnade beschenkt ist. Diese Zuwendung Gottes ermöglicht ihm, sich selbst offen anderen Menschen und deren Bedürfnissen zuzuwenden. Wer spürbar geliebt wird und Gutes empfängt, kann selbst lieben und Gutes tun.
Freiheit leben
Das Evangelium ist eine befreiende Botschaft und führt zu einem Denken und Handeln im Geist der Nächstenliebe. Christliche Freiheit schließt Emanzipation ein. Ihr Ziel bleibt dabei die Hinwendung zum Mitmenschen nach dem Vorbild Jesu Christi.
Verantwortung übernehmen
Das Evangelium zeigt Möglichkeiten und lädt dazu ein, Verantwortung zu übernehmen. Für alle pädagogische Arbeit ist es das Ziel, Verantwortungsbereitschaft und Verantwortungsfähigkeit der uns anvertrauten Lernenden zu stärken. Als Lehrende übernehmen wir selbst auf diesem Hintergrund Verantwortung.
Vielfalt gestalten
Das Evangelium lehrt uns, die menschliche Vielfalt zu sehen und zu respektieren. Jeder Mensch ist anders, jeder hat seine individuellen Begabungen. Unterschiede gilt es anzunehmen und als Chance und Reichtum zu verstehen. Unterschiedliche Begabungen fordern zu einem Zusammenwirken aller nach dem Maß ihrer Möglichkeiten heraus.
Tradition achten
Wir stehen als Evangelisches Gymnasium Hermannswerder in vielfältiger Tradition: Zuerst in der Tradition des Evangeliums und unserer Stiftung, dann in der Tradition Europas und der gymnasialen Bildung. Menschen haben und brauchen Wurzeln. Sich dieser bewusst zu sein, vermittelt sicheren Halt, ermöglicht, seine Herkunft zu verstehen und die Zukunft bewusst zu gestalten.
Beziehung pflegen
Das Evangelium erzählt von den Beziehungen zwischen Gott und den Menschen und denen der Menschen untereinander.
Bildung, und ganz besonders christliche Bildung, findet in Beziehungen statt. Wir wollen als Lehrende für unsere Lernenden, deren Eltern und füreinander da sein und gemeinsam das Schulleben gestalten.
Erziehung und Bildung nehmen wir ausgehend vom Evangelium wahr.
Wir verstehen uns als „offene Schule“, die in ihrer Vielfalt über den eigentlichen Unterricht hinaus in ihren wertorientierten und gemeinschaftsstiftenden Initiativen im geistlichen und sozialen Lernen die Glaubwürdigkeit und Authentizität des Evangeliums in vielen Dimensionen erfahrbar macht.

Für unsere tägliche Arbeit leiten sich daraus folgende Leitsätze ab:

Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes und einzigartig.

  • Bildung ist eine ganzheitliche Aufgabe. Christliche Bildung ist über Wissensvermittlung hinaus auch Herzensbildung.

  • In unserer Schule ist es ein wichtiges Anliegen, die Begabungen eines Jeden zu entdecken und zu entwickeln. Leistungen werden anerkannt, entscheiden aber nicht über die Würde des Menschen.

  • In der Aufnahme der Tradition, in der Gestaltung gegenwärtiger Wirklichkeit und in der Erarbeitung verantwortungsvoller Zukunftsentwürfe nutzen wir die besondere Gestaltungsfreiheit einer Schule in freier Trägerschaft.

  • Als Schule pflegen wir die Vielfalt der Unterrichtsstile und -methoden und verstehen sie als Reichtum.

Bei der Gestaltung unserer Schulgemeinschaft ist uns wichtig:

Ein offenes und lebendiges Miteinander von Kollegium, Lernenden, Eltern und unserer Schulträgerin, der Hoffbauer gGmbH, bestimmt unser Schulklima.

  • Alle können darauf vertrauen, dass ihre Beiträge und Leistungen wahrgenommen und anerkannt werden.

  • Alle können ohne Angst zur Schule kommen.

  • Dialog- und Konfliktfähigkeit, Offenheit, Klarheit, Transparenz, Zivilcourage und Verantwortungsbereitschaft sind uns wichtig und werden aktiv gefördert.

  • Im Schulleben ist uns die Balance zwischen der Verantwortung für die Schulgemeinschaft, der freien Entfaltung des Einzelnen und dem Respekt vor der Freiheit des Anderen wichtig.

  • Engagement und Mitverantwortung der Lehrkräfte, Lernenden und der Eltern gehören zum Schulleben.

Wir schaffen Räume und Zeiten für das Evangelium.

Um das Evangelium spürbar und erlebbar zu machen, müssen wir dafür aufmerksam werden. Das bedarf eigener Räume und Zeiten.

  • Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach sowie Andachten und Gottesdienste gehören als feste Bestandteile zum Schulleben aller.

  • Schulgottesdienste sind besondere Zeiten für alle, sie sind Erfahrungs- und Erprobungsräume für die Botschaft von der Gnade Gottes.

  • Andacht und Besinnung helfen uns, besondere Anforderungen und schwierige Lebenssituationen zu bewältigen.

  • In der Gestaltung christlicher Gemeinschaft pflegen wir religiöse Offenheit.