Kunstprojekt- Abschlussausstellung des 12. Jahrgangs zum Thema „Zustände“

Was ist ein „Zustand“? Emotionale, verrückte oder gar dystopische Zustände? In der Physik beschreibt er eine klare Beschaffenheit, messbar und eindeutig definierbar. Ein „Zustand“ ist dort ein Momentbild eines Systems – eine präzise Beschreibung davon, wie etwas zu einem bestimmten Zeitpunkt ist. Doch in der Kunst ist ein „Zustand“ weit mehr als eine bloße Beschreibung. Hier wird er zu einem Ausdrucksmittel, zu einer Möglichkeit das Unsichtbare sichtbar zu machen und dem Unausgesprochenen einen Raum zu geben. In der aktuellen Auseinandersetzung der Grundkurse Kunst 12 widmen wir uns genau diesem Thema. Verschiedene „Zustände“ werden hier in unterschiedlichen Medien im Rahmen des gesellschaftlichen Status Quo bis hin zu individuellen Empfindungen erforscht und bildnerisch untersucht. Die „Zustände“ werden dabei ganz unterschiedlich aufgegriffen: als persönliche Emotion, als Gesellschaftskritik oder als Vision einer möglichen Zukunft. Manche Arbeiten wirken vertraut und ruhig, andere irritierend, chaotisch oder sogar beängstigend. Das Kunstprojekt schafft somit indirekt einen Zusammenhang zwischen individuellen Kunstwerken und Interpretationen des Begriffs „Zustand“, welcher die Verbindung von persönlichen zu gesellschaftlichen „Zuständen“ und den pluralistischen Diskurs der Öffentlichkeit aufdeckt.

Grundkurse Kunst 12 / 2026