In der kühlen Luft liegt der Geruch von Plätzchen und Kerzen, und aus der Kirche dringen die warmen Klänge von Weihnachtsliedern.
Denn am 7. Dezember, am 2. Advent, war es wieder so weit: neben dem Weihnachtsmarkt fand auf Hermannswerder wieder ein musikalisches Krippenspiel statt. Mit tollen Kostümen, Texten, die zum Nachdenken anregen, und einer besinnlichen, weihnachtlichen Stimmung war der Auftritt auch dieses Jahr ein voller Erfolg.
Der Chor wurde von einigen Schülern instrumental begleitet. Wie üblich hat Frau Rüss Regie geführt standen, die musikalische Leitung hatte Herr Salge, unterstützt von Frau Klohs und Herrn Brazda.
Zwischen den von Michael Schütz arrangierten Liedern wie „Tochter Zion“ und „Hört der Engel helle Lieder“ erlebte man die an einigen Stellen modernisierte Geschichte der Geburt von Jesus.
Dieses Krippenspiel, das „Hermannswerderaner Krippenspiel“, erlebte in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: vor zehn Jahren wurde es erstmals in der Inselkirche auf Hermannswerder aufgeführt. Seitdem erfreut es alle zwei Jahre die Zuhörer im Advent.
Das Krippenspiel ist dazu gedacht, während der stressigen Adventszeit etwas Ruhe, Gemeinschaft und Besinnlichkeit zu schaffen. Es wird auch in Zukunft mehr Wärme in den Winter bringen.
Dieses Projekt schafft in der Adventszeit eine Insel der Ruhe, einen Ausgleich für alle Teilnehmenden und für das Publikum. Jedes Jahr beginnt die Probenarbeit aufs Neue – und jedes Jahr hat sich am Ende die Mühe gelohnt für diesen Auftritt in einer feierlichen und besonderen Atmosphäre.
Für alle bleibt einen Moment gefühlt die Zeit stehen – jedoch folgt diesem Gefühl eine wohlige Entspannung und nach dem Applaus und dem Heraustreten aus der Kirche wirkt die bisherige aufregende, hektische, vorbereitende Adventszeit viel ruhiger – man fühlt sich gut erholt für die kommenden Wochen, die noch vor einem liegen.
Valeria Wenninger
