Auf den Spuren der Wannsee-Konferenz

Die Ferien sind vorbei und wir starteten direkt mit einer Exkursion unseres Geschichtsunterrichts. Nachdem wir uns am Bahnhof in Wannsee trafen, liefen wir ein Stück zu den ersten Stolpersteinen. Geführt wurde unsere Exkursion unter dem Thema des Nationalsozialismus und des Holocausts. Zuvor hatten wir im Unterricht das Thema umfangreich aufbereitet – aber sich mit persönlichen Geschichten auseinanderzusetzen, führte uns dazu, dass wir annähernd greifen konnten, was der Nationalsozialismus mit dem Leben der Jüdinnen und Juden in Deutschland machte. Man nähert sich der Tragweite des Holocausts an und wird doch begleitet von der Fassungslosigkeit, wie etwas so Grausames durch Menschen gemacht wurde. Bei den Stolpersteinen hörten wir kurz Geschichten, ganz unterschiedliche. Nur zwei von fünf Familienmitgliedern gelang die Flucht, während die anderen in Konzentrationslagern getötet wurden. Über diese Schicksale wurden wir an die Wannsee-Konferenz herangeführt. Nachdem wir an der Villa ankamen, erkannten wir erstmalig, wie bei angenehmer Atmosphäre und einem anschließenden Frühstück über die Endlösung der Judenfrage gesprochen wurde – und wieder – beim Verstehen begleitete uns das Gefühl der Fassungslosigkeit, das Verständnis dafür, dass so etwas nie wieder geschehen darf. Bei einem anschließenden Workshop durften wir uns Fotos anschauen, Fotos aus Täter- und Fotos aus Opferperspektive anschauen. Sie dokumentierten die unterschiedlichen Ereignisse, die zur Vernichtung der Jüdinnen und Juden beitrugen, wie die Reichsprogromnacht. Auf unserer Exkursion erlangten wir mehr Wissen über die Umstände der Konferenz und mehr Wissen zu einzelnen tragischen Geschichten, wie die der Familie Liebermann.