Am Freitag, den 29. Mai 2026, begab sich die Sonderkommission aus den Ermittlergruppen 7a mit ihren Soko-Leitern Herrn Völkner und Frau Kolbe sowie 7b mit ihren Soko-Leitern Herrn Krull und Frau Zerbe in die Lutherstadt Wittenberg, um einen längst zurückliegenden Fall aufzuwickeln: den des als Reformator bekannt gewordenen Mönchs Martin Luther.
Einerseits galt es, historische Tatorte der Reformationsgeschichte in der Altstadt zu untersuchen. Während der Tatortbegehung wurden zahlreiche Fakten aufgenommen, z.B. welches Sakrament auf der linken Tafel des Cranachaltars in der Stadtkirche St. Marien dargestellt ist oder aus welchem Evangelium der mittlere Spruch am Lutherdenkmal auf dem Marktplatz stammt. Besonders die Schlosskirche stellte einen bedeutenden Schauplatz der Reformation dar, da dort die berühmten 95 Thesen von Martin Luther veröffentlicht worden sein sollen. Durch intensive Teamarbeit gelang es unserer Sonderkommission schließlich, das Rätsel zu lösen und den Fall erfolgreich abzuschließen.
Andererseits nahmen wir im Escape-Spiel „Tatort 1522“ Ermittlungsmaßnahmen um das in Teilen verschwundene Neue Testament auf, das Luther gerade erst aus dem Altgriechischen ins Deutsche für jedermann verständlich übersetzt hatte. Die Spurensicherung führte uns durch Klosterküche, Cranach-Atelier und Druckerstube hin zur Aufklärung des Verschwindens. An dieser Stelle möchten wir natürlich zum Schutz der Informanten und Ermittlungsmethoden Näheres nicht veröffentlichen.
Die Akte „Martin Luther“ kann somit vorerst geschlossen werden. Die Ermittlungsgruppen kehrten mit zahlreichen neuen Erkenntnissen, gesicherten Informationen und einer hohen Aufklärungsquote zum Ausgangsort zurück: Mit seiner Kritik am Ablasshandel der katholischen Kirche und der Übersetzung der Bibel ins Deutsche schuf Martin Luther die Grundlage für den Protestantismus. Schließlich prägte er die deutsche Sprache sowie das moderne Bildungswesen.
i.A. Tina Zerbe
